Kleingarten-Projekte: Das Hochbeet

Kleingarten-Projekte: Das Hochbeet

Das Hochbeet©Nadja
Das Hochbeet©Nadja

Oder wenn Mutti fragt ob man im Urlaub Zeit hat!

Meine Mutti ist Kleingärtner mit Leidenschaft, stillsitzen oder mal alle fünfe grade sein lassen – kann sie im Garten nicht. Um neue Ideen zu bekommen oder auf dem Laufenden zu bleiben, liest sie gern das Heft was von Verband der Kleingärtner herausgegeben wird. Hier bekam sie die Idee für ein Hochbeet.

Schilfwurzeln entfernen©Nadja

Da ein Hochbeet fertig vorbereitet zu kaufen, kam nicht in Frage. Nur Zusammenzubauen ist nämlich viel zu langweilig. Und auch der Standort war eine Herausforderung, denn der musste erst mühsam mit Spitzhake und Spaten vom Schilf und seinen Wurzeln befreit werden. Dabei kamen auch ein paar Findlinge zu tage oder Rohre.

Wir fuhren sechs Mal mit dem Handwagen zur Grünschnittabgabe.

Nach der Begradigung der Fläche wurde abgemessen, wo die Pfosten stehen sollen und die Findlinge wurden in die Erde gebracht als Unterlage. Der nicht als Hochbeet genutzte Teil soll Rasenfläche werden und die ersten Rasenkantensteine wurde gesetzt.

Die Findlinge sind gesetzt©Nadja

Für die unsichtbare Rückseite standen bereits Paletten zur Verfügung. Hier mussten nur einige Holzlatten ergänzt werden um sie durchgängig dicht zu machen. Für die sichtbaren Seiten gab es ordentliche Holzlatten die auf die gewünschte Größe zu gesägt wurden. Alles wurde durch Schrauben verbunden auf die gewünschte Hochbeetgröße.

Erste Seitenwände©Nadja

Am Boden des Hochbeets haben wir ein Stück Maschendrahtzaun befestigt um zu verhindern das Wühlmäuse oder Maulwürfe ihr Heim im Hochbeet einrichten. An der Holzumrandung haben wir eine Plane befestigt, um hier den Druck auszugleichen und die Wärme im Beet zu halten.

Maschendraht gegen Mäuse©Nadja
Das Hochbeet steht zum befüllen©Nadja

 

 

 

Dann ging es ans befüllen!

Ganz unten wurden Holzstämme und Äste gelegt, darauf Zweige und Heckenschnitt. Hier haben wir mit dem Befüllen aufgehört, da wir unsere Hecke noch einmal schneiden möchten. Dazu kommen noch gefallenes Laub, liegt dies alles, wird noch eine Schicht aus verkehrt herum gelegter Grasnarbe aufgelegt.

Baumstämme & Äste©Nadja
Heckenschnitt und Laub ©Nadja
Kürbis auf dem Komposthaufen©Nadja

 

 

 

 

 

 

 

Bevor wir die darauffolgenden Schichten auftragen können, müssen wir den Herbst abwarten, da unser Komposthaufen von einem Kürbis eingenommen wurde. Ist dieser abgeerntet können wir die nächste Schicht der groben Komposterde aufbringen. Final tragen wir dann gesiebte Komposterde auf und können das Hochbeet bepflanzen bzw. anpflanzen.

Rasenkante gesetzt©Nadja

Im Laufe der nächsten Jahre verrotten die groben Schichten und das Hochbeet kann nachgefüllt werden. Durch den Aufbau des Hochbeetes ist die Erde wärmer, so dass Pflanzen besser gedeihen.

Zum Schuss haben wir alle Holzteile noch zwei Mal mit Holzschutzfarbe eingestrichen. Ich berichte im nächsten Jahr über den weiteren Verlauf und welche Entscheidung getroffen wurde, was darauf angebaut wird. Außerdem bin ich mir ziemlich sicher, dass dies nicht unser letztes Kleingarten-Projekt sein wird.

Kommentieren Sie den Artikel