Ausflugstipp an der Ostsee: Kletterwald Kühlungsborn

Ausflugstipp an der Ostsee: Kletterwald Kühlungsborn

Erlebnisbericht zum Kletterwald Kühlungsborn von ©Tulpentopf-Tina
Erlebnisbericht zum Kletterwald Kühlungsborn von ©Tulpentopf-Tina

Sobald ein Kletterpark in der Nähe ist, müssen meine Kinder dorthin. Mein Ding ist das ja nicht, sich so ein par Meter über dem Boden an irgendwelchen Dingen entlang zu hangeln. Aber auch in diesem Jahr gehörte eine Kletterpartie zum Urlaubsprogramm: Der Kletterwald Kühlungsborn mir glücklich-erschöpfte Kinder.

Die Lage:
Vor zwei Jahren hatten wir den Kletterpark Boltenhagen quasi direkt vor der Haustür. Aber auch der Kletterwald Kühlungsborn war nur wenige Kilometer von unserem Urlaubsdomizil in Rerik entfernt.

Der Kletterwald befindet sich an der Ostseeallee in Kühlungsborn. Wer nun fragt: Ost oder West?, dem kann ich nur antworten: Mitte!, Genau hinter der Strandpromenade, ziemlich genau in der Mitte zwischen den beiden Stadtteilen.

Parkplätze gibt es. Entweder direkt davor, aber da war es wegen der Nähe zu diversen Hotels recht voll. In einer moderaten Entfernung von ca. 200 Metern finden sich jedoch in beiden Richtungen genug Möglichkeiten, das Auto gegen Gebühr abzustellen.

Ein echter Wald zum Klettern, dieser Kletterwald Kühlungsborn
Ein echter Wald zum Klettern, dieser Kletterwald Kühlungsborn

Der Kletterwald:
Wald ist hier wörtlich zu nehmen. Natürlich kommt man an den Übungsparcour und auch den für die kleinsten Kletterer auch als Begleitperson richtig gut ran. Je höher der Level der Parcours, umso unwegsamer der Bereich darunter. Aber das stört ja nicht beim Klettern.

Das Drumherum ist eher spartanisch: Eine Holzbude, an der man seine Ausrüstung bekommt und später wieder abgibt. Ein paar Holzbänke zwischen den Bäumen und das war es auch schon. Hier konzentriert man sich ganz aufs Klettern.

Deshalb gibt es dort auch nichts fürs sogenannte leibliche Wohl. Kein Eis, keine Snacks, keine Schokoriegel. Auch keine Getränke. Und abgesehen von dem völlig überteuerten Eis am nächsten Strandkorbverleih auch im Umkreis von 500 Metern nichts Ess- oder Trinkbares.

Das ist nicht weiter schlimm, wenn man es vorher weiß. Wir wussten es nicht. Nach gut einer Stunde klettern war es allerdings Mittagszeit und nicht nur mir hing der Magen in den Kniekehlen. Das war jedoch das einzige Haar in der nicht vorhandenen Klettersuppe.

Ab durch die Röhre im Kletterwald Kühlungsborn!
Ab durch die Röhre im Kletterwald Kühlungsborn!

Die Ausrüstung:
Die Sicherung beim Klettern Im Kletterwald Kühlungsborn erfolgt über zwei Karabiner. Das System funktioniert so, dass immer mindestens einer dieser Karabiner geschlossen ist. Selbst wenn einer versagen würde, ist also immer noch der andere da, um unvorsichtige Kletterer aufzufangen.

Das System ist ganz am Anfang nicht immer einfach. Allerdings bekommt man den Umgang mit den Karabinern und die Klettertechnik für bestimmte Elemente in der Einführung sehr gut erklärt. Die Kletterzeit von 2,5 Stunden beginnt übrigens erst nach dieser Einführung.

Übers Netz zum nächsten Element.
Übers Netz zum nächsten Element.
Für die Großen geht es oben weiter.
Für die Großen geht es oben weiter.

Die Parcours:
Im Kletterwald Kühlungsborn gibt es sieben Parcours. Ab einer Körpergröße von 1,45 m darf man fast alle nutzen. Nur für den 7. muss man außerdem mindestens 15 Jahre alt sein. Mein Sohn mit seinen 1,35 m konnte und durfte die ersten vier Strecken klettern und von der fünften die Hälfte.

Dieser fünfte Parcours teilt sich mittendrin in zwei Strecken auf. Für die kleinen geht es dann per Seilrutsche nach unten, für die großen über eine interessante Leiter nach oben. Außerdem standen überall Mitarbeiter an den schwierigen Stellen und gaben Tipps für diese Elemente. Oder retteten überforderte Kletterer aus luftiger Höhe.

Jeder Parcour hat einen Namen, der durchaus Programm ist. „Training“ gewöhnt den Kletterer an die Handhabung der Ausrüstung an verschiedenen Elementen, „Action“ hat es durchaus in sich, „Spaß“ ist nicht so schwer aber abwechslungsreich. In jedem gibt es Highlights wie Schlitten, Surfbrett, Tunnel oder Seilrutschen.

Schlittenfahren in luftiger Höhe und im Sommer.
Schlittenfahren in luftiger Höhe und im Sommer.

Der Preis:
Klettern ist nicht billig. Für Kinder ab sechs Jahre zahlt man im Sommer 2017 satte 19 Euro pro Nase. Dafür dürfen die Kinder 2,5 Stunden lang auf allen für sie möglichen Parcours herumklettern. Reihenfolge und Häufigkeit egal. Und wenn man nach diesen 2,5 Stunden noch mitten in einem Parcours hängt, sagt auch keiner was.

Fazit:
Die Kletterpartie im Kletterwald Kühlungsborn hat sich für meine Kinder voll gelohnt. Es gab Elemente, an die sie sich nicht gleich herantrauten und dann unbedingt noch einmal erklettern mussten. In diesem Sinne finde ich auch den für unsere Verhältnisse stolzen Preis in Ordnung. Blöd gelaufen ist die Geschichte mit der Verpflegung. Beim nächsten Mal sind wir schlauer!

Mehr Informationen zum Kletterwald Kühlungsborn findet ihr auf dieser Webseite.

Kommentieren Sie den Artikel