Film: „Gänsehaut“ mit Jack Black

Film: „Gänsehaut“ mit Jack Black

Kennt ihr noch all dir gruseligen Monster eurer Kindheit? Ob nun aus Büchern oder Filmen – stellt euch einfach vor, sie werden plötzlich sehr real. Und zwar alle auf einmal. Genau das passiert nämlich in „Gänsehaut“ und macht den Film damit zur Hommage an R. L. Stine.

©BirgitH / <a title="pixelio.de" href="http://www.pixelio.de/media/360241" target="_blank">pixelio.de</a>
©BirgitH / pixelio.de

Zum Inhalt:
Nach dem Tod seines Vaters zieht Zach (Dylan Minette) mit seiner Mutter aus der Großstadt in die Provinz.
Der Umzug wird ihm vor allem durch seine neue Nachbarin Hannah (Odeya Rush) versüßt, die ihm heimlich die einzige echte Attraktion der Kleinstadt zeigt. Leider verbietet ihr Vater (Jack Black) ihr jeglichen Kontakt zu Gleichaltrigen – also auch zu Zach. Als Vater und Tochter in einen lautstarken Streit geraten, sieht Zach Hannah in Gefahr und alarmiert die Polizei.

Doch die Provinz-Sheriffs glauben ihm nicht. Also nimmt Zach die Sache selbst in die Hand, Gemeinsam mit seinem Schulkameraden Champ dringt er in das merkwürdig möblierte Haus ein. Bevor sie Hannah finden, stoßen sie auf die Manuskripte der „Gänsehaut“-Bücher von R. L. Stine. Als sie eins davon öffnen geschieht das Unglaubliche: Der “Scheußliche Schneemann aus Pasadena” tritt aus dem Buch in die reale Welt und hat schlechte Laune.

Nur mit Mühe und Not und der Hilfe von Hannahs Vater können sie dieses Monster wieder ins Buch saugen. Doch der unheimliche Schneemensch hat in seiner Raserei ein weiteres Buch geöffnet und damit eine Kettenreaktion ausgelöst, die für die Provinzstadt und ihre Bewohner schlimme Folgen hat. Denn nun sehen sich die drei Teenager und Hannahs Vater – der nebenbei erwähnt der Autor R. L. Stine höchst persönlich ist – allen Monstern der „Gänsehaut“-Reihe gegenüber.

Stines Fantasiegestalten haben natürlich nicht vor, sich wieder in die Bücher saugen zu lassen. Angeführt von der Bauchrednerpuppe Slappy machen die Monster nun Jagd auf ihren Schöpfer. Dabei verbrennen sie die Bücher, aus denen sie gekrochen sind, so dass sich der Autor etwas neues einfallen lassen muss, um die Monster wieder zwischen Buchseiten zu bannen. Die Monster und noch jemand anderen.

Meine Meinung:
Die „Gänsehaut“-Buchreihe von R. L. Stine umfasst 70 Bände plus diverse Ableger. Sie wurde zum Teil in 30 Sprachen übersetzt und ist vor allem für Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren gedacht. Das sieht man dem Film auch an, denn der spielt wie auch für die Bücher üblich im normalen Umfeld eines Teenagers: Schule, Elternhaus, Nachbarschaft und entsprechende Protagonisten.

Auch sonst gibt es Parallelen zum Schema der Bücher. Man glaubt Zach nicht, als er von mysteriösen Beobachtungen im Nachbarhaus spricht. Es gibt eine überraschende Wendung in der Handlung, denn es sind mehr fiktive Gestalten in der realen Welt unterwegs als auf den ersten Blick ersichtlich. Und der Humor kommt nicht zu kurz.

Zugegeben: Der Humor ist recht flach und sehr klassisch. Aber er funktioniert. Und man darf dabei auch nicht vergessen, dass es sich um einen Film für Teenager handelt. So sind denn auch die Monster klassisch, aber gut gemacht. Die fleischfressenden Pflanzen wuchern glaubwürdig, der Werwolf ist entsprechend sportlich und auch die riesige Gottesanbeterin ist vor allem auch technisch einwandfrei. Zudem gibt es einige Logikfehler.

Die schauspielerischen Leistungen sind solide. Jack Black spielt so unverkennbar wie immer und musste sich offensichtlich nicht allzu sehr verbiegen. Ryan Lee gibt als Champ einen unfreiwillig witzigen Verlierer, der am Ende natürlich doch noch zum Helden wird. Und Dylan Minette (Zach) und Odeya Rush (Hannah) sind ein sehr typisches Teenager-Paar, dass nicht schön genug fürs klassische Ballkönigspaar ist, aber eben auch nicht hässlich.

Altersempfehlung:
Der Film ist offizielle ab 12 Jahren freigegeben. Das passt zur Zielgruppe der Bücher, aber nicht unbedingt zum Film. Sensible Kinder mit blühender Fantasie sind die Monster in 3D wahrscheinlich zu real, um wirklich gut verarbeitet zu werden. Auch wenn die gruseligsten Momente immer durch witzige Szenen aufgelöst werden. Für Leseratten, die die Bücher schon kennen, ist der Film aber sicher ein Fest und auch gut ab 12 vertretbar.

Mein Fazit:
„Gänsehaut“ spielt nicht nur mit den Monstern der Bücher, sondern auch mit den charakteristischen Eigenheiten der Buchreihe. Man muss aber die Bücher nicht gelesen haben, um den Film zu verstehen, der auch gut für sich allein stehen kann. Wer auf klassische Teenager-Gruselfilme steht, wird gut bedient. „Gänsehaut“ bietet gute Action, Situationskomik und ansprechende Monster. Mehr aber eben auch nicht.

Kennt ihr noch all dir gruseligen Monster eurer Kindheit? Ob nun aus Büchern oder Filmen - stellt euch einfach vor, sie werden plötzlich sehr real. Und zwar alle auf einmal. Genau das passiert nämlich in "Gänsehaut" und macht den Film damit zur Hommage an R. L. Stine. Zum Inhalt: Nach dem Tod seines Vaters zieht Zach (Dylan Minette) mit seiner Mutter aus der Großstadt in die Provinz. Der Umzug wird ihm vor allem durch seine neue Nachbarin Hannah (Odeya Rush) versüßt, die ihm heimlich die einzige echte Attraktion der Kleinstadt zeigt. Leider verbietet ihr Vater (Jack Black) ihr jeglichen Kontakt…

Bewertung

Geschichte
Umsetzung/Regie
Schauspielerische Leistung
Synchronisation

Solider Teenage-Grusel

Ein Teenagerpärchen, ein erfolgreicher Autor, ein unfreiwillig komischer Verlierertyp und jede Menge Monster und Dämonen. Das ist das Rezept für diese klassische Horror-Komödie. Die funktioniert, solange man NICHT mit den Maßstäben eines Erwachsenen rangeht. Vor allem in 3D. Das berücksichtige ich auch bei meiner Bewertung.

Kommentieren Sie den Artikel