Kindergeburtstag: Unsere Angry Birds Party

Kindergeburtstag: Unsere Angry Birds Party

Vorgestern feierte der Junior mit seinen Freunden Geburtstag. Weil der Junior jeden freien Tag am liebsten mit Angry Birds Spielen auf dem Handy beginnt, stand das Motto recht schnell fest. Denn die wütenden Vögel liefern auch jede Mange Möglichkeiten, die Kids mit Spielen bei Laune zu halten. Aber lest selbst.

Eins vorweg: Ich bin keine Do-it-yourself-Bastelmama. Ich hab weder Lust noch Zeit noch Nerven, Partyhütchen zu basteln, Trinkbecher zu bekleben oder Plakate zu malen. Dementsprechend kamen Deko und Spiele aus dem Laden zu uns. Das hat aber niemanden gestört.

Die Gäste können kommen ©Tulpentopf
Die Gäste können kommen ©Tulpentopf
Angry Birds Party beim ©Tulpentopf
Angry Birds Party beim ©Tulpentopf

Für die Raubtierfütterung wurde unser Wohnzimmer hergerichtet. Fünf Freunde durfte der Junior einladen, für mehr Leute haben wir schlicht keinen Platz und keine Stühle. Den großen Tisch zierten Papiertischdecken in grün und gelb. Das gab einen schönen Kontrast zu den roten Angry Birds Pappteller und -bechern. Meine Tochter faltete die gelben Angry Birds Servietten zu Katzenköpfen und legte jedem ein Angry Birds Tattoo zwischen die Katzenohren.

Zu essen gab es den obligatorischen Teddykuchen. Der ist für den Junior Geburtstagstradition, denn den gibt es immer seit er Kuchen essen kann an seinem Geburtstag. Es ist ein einfacher Schokokuchen mit Schokolasur und – ganz wichtig – Smarties. Damit es ein bisschen bunter wird, hatte ich noch Muffins in gelb, orange, blau und rot gemacht und Zuckerguss grün eingefärbt.

Backe backe Kuchen @Tulpentopf
Backe backe Kuchen @Tulpentopf
Teddykuchen vorher ©Tulpentopf
Teddykuchen vorher ©Tulpentopf
Teddykuchen nachher ©Tulpentopf
Teddykuchen nachher ©Tulpentopf

Gespielt wurde im Flur und im Kinderzimmer vom Junior. Auch hier wartete einiges unter dem Motto Angry Birds Party auf die Rasselbande. Zum einen in Form einer Rennbahn. Wobei es dabei eigentlich mehr um eine Abschussrampe handelt und es einfach nur darum geht, als erstes hinten anzukommen. Dabei haut man ein paar Schweine aus den Latschen, äh Halterungen, und das wars. Für eine Horde Erstklässler aber offensichtlich genau richtig.

Dann gab es noch das Angry Birds Schleuderspiel. Dabei ging es darum, rote Gummi-Angry Birds mit einer kleinen Schleuder auf ein Plakat werfen. Das klatschte herrlich laut an der Tür (sorry, liebe Nachbarn). Und es galt, möglichst die Schweine auf dem Plakat zu treffen. Dafür gab es Punkte, fürs reine Plakat treffen nicht.

Angry Birds Schleuderspiel ©Tulpentopf
Angry Birds Schleuderspiel ©Tulpentopf
Star Wars Fachsimpelei @Tulpentopf
Star Wars Fachsimpelei @Tulpentopf

 

So einfach wie es klingt, war es aber nicht, denn die Vögel schossen sonstwohin. Im besten Fall trafen die Kids das Plakat, aber eins der abgebildeten Vögel. Manche trafen nichtmal das Plakat, andere gar nicht erst die Tür. Nach zwei Proberunden lief es dann besser. Die große Tochter spielte Schiedsrichter und notierte die Punkte. Ich half beim Schießen. Am Ende durften sich die Kinder in der Reihenfolge der erzielten Punkte ein Angry Birds Armband aussuchen.

Als zweites Spiel der Angry Birds Party stand Eierlaufen auf dem Plan. Schließlich retten die Angry Bids im Spiel ja auch ihre Eier vor den bösen Schweinen. Dafür zogen wir in den Flur. Damit es nicht zu einfach wurde, gab es aber einen Hindernisparcours aus Stühlen, Flaschen und einer Geschenkpapierrolle. Außerdem bekam jedes Kind eine Angry Birds Maske, die das Sichtfeld stark einschränkte.

Bei jedem neuen Kandidaten wurde der Parcours geändert. Ich staunte vor allem darüber, dass die meisten Kinder lieber unter dem Stuhl durchkrochen, als über ihn hinweg zu steigen. Wer sein Ei auf dem Weg verlor, musste noch mal von vorn beginnen. Wer es geschafft hatte, durfte das gerettete Eis selbst essen. Es waren Überraschungseier.

Angry Birds Rennbahn ©Tulpentopf
Angry Birds Rennbahn ©Tulpentopf
Luftballons sind immer noch das beste Spielzeug ©Tulpentopf
Juhu, Luftballons! ©Tulpentopf
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Eierlaufen in der Angry Birds Version ©Tulpentopf

 

Danach hieß das Motto schlicht: Amüsiert euch. Was die Horde Kids auch tat. Wieder einmal stellte sich heraus, dass die einfachen Spielmöglichkeiten die besten sind. Denn der Renner für die nächste Viertelstunde war ein Luftballon, der den Flur rauf und runter geschubst wurde und den Boden nicht berühren durfte.

Spielplatz im Dunkeln ©Tulpentopf
Spielplatz im Dunkeln ©Tulpentopf

Das war dann aber selbst mir zu laut. Und so scheuchte ich die Rasselbande auf den nahen Spielplatz. Die fand das natürlich doppelt cool, weil es schon dunkel draußen war. Zum Glück stehen genug Straßenlaternen drumherum und leise waren sie auch dort nicht. So war mein Durchzählen der Kinder, dass ich minütlich wiederholte, immer erfolgreich.

Nach diesem Kinder-Auslüften ging es wieder rein. Während die nun etwas weniger lauten Kinder sich wieder aufs Spielzeug stürzten, kümmerte ich mich ums Abendessen: Spaghetti mit Tomatensoße. Für die Tomatensoße wäre mir jetzt keine Erklärung eingefallen, aber die Spaghetti sind bei einer Angry Birds Party  dann halt lecker Würmer für die Vogelschar. Geschmeckt hat es jedenfalls.

Spaghetti-Würmer-Festmahl ©Tulpentopf
Spaghetti-Würmer-Festmahl ©Tulpentopf
Die zweite Portion war eine zu viel ©Tulpentopf
Die zweite Portion war eine zu viel ©Tulpentopf

Danach wurde jedes Kind zu Fuß nach Hause gebracht. Da die Kinder die Reihenfolge dafür festlegen durften, schlugen wir einige Haken und liefen ziemlich genau eine Stunde im Zickzackkurs durch unsere Stadt, bis wirklich jeder Zuhause war. Mein Schrittzähler am Handy vermeldete danach 6000 Schritte mehr. Meine Füße auch.

Nachtspaziergang ©Tulpentopf
Nachtspaziergang ©Tulpentopf
After Party Küchenchaos ©Tulpentopf
After Party Küchenchaos ©Tulpentopf

Zuhause angekommen, räumten wir noch eine Stunde lang das gröbste Chaos weg. Die Küche ließ ich allerdings unberührt. Das hatte Zeit bis morgen. Dafür versammelten wir drei uns lieber noch einmal auf dem Sofa und ließen den Nachmittag Revue passieren. Da kam dann auch der Kater zum Kuscheln dazu, der die aufgedrehte Bande mit einer wahrlich stoischen Ruhe ertragen hatte.

Für uns drei war dieser Kindergeburtstag eine Premiere. In den Jahren zuvor hatte es immer etwas gegeben, was so eine Party verhindert hat. Die anderen Eltern sahen scheinbar eine echte Herausforderung darin, denn einige waren doch erstaunt, dass ich ihr Kind für bald mal wieder einlud. Für die Kinder selbst war es ein großer Spaß, denn so richtig wollte ja keiner nach Hause, als unsere Angry Birds Party vorbei war. Na dann bis zum nächsten Mal.

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