Jeden Tag 10 Dinge: Der etwas andere Frühjahrsputz

Jeden Tag 10 Dinge: Der etwas andere Frühjahrsputz

Mal ehrlich: Wenn ihr euch in euer Wohnung so umseht, gibt es da viele Sachen, die ihr nicht braucht. Also nicht wirklich. Manches sieht man schon gar nicht mehr, weil es einfach zum Inventar gehört und schon immer da war. Spätestens wenn einem der Krempel vor die Füße fällt, reicht es einem irgendwann. Und dann wird ausgemistet. Am besten jeden Tag zehn Dinge.

#jedenTag10Dinge Sammelsurium
#jedenTag10Dinge Sammelsurium

Ob Küche, Bad oder Wohnzimmer: Überall gibt es Krempel und so Zeug, was da rumsteht, weil man es irgendwann noch mal gebrauchen kann. Oder könnte. Denn eigentlich habe ich es schon monate- oder jahrelang nicht in der Hand gehabt. Und wenn dann nur, weil es mir vor die Füße gefallen war, den Weg versperrte oder ich es von A nach B räumte. Nur weggeworfen habe ich es nie. 

Und dann stolperte ich bei Instagram über den Hashtag #jedenTag10Dinge. Konkret über die Beträge von „writingwoman“ aka Petra A. Bauer, die auch auf ihrem Blog Mama im Job über die Aktion und ihre Motivation dazu schrieb. Ha, dachte ich, das wird easy, da mach ich mit!

Jeden Tag zehn Dinge wegwerfen klang für mich jedenfalls besser, als eine große Entrümpelungs-Aktion. Denn da steht man ja erstmal im Chaos. Von Ordnung weiter entfernt, als vor der Aktion. Aber jeden Tag 10 Dinge in die Hand nehmen und wegschmeißen, das sollte doch gehen. Ohne Chaos, ohne Müllberge, ohne Frust. Also los!

Der erste Weg führte ins Bad. Altes Parfum, halbleere Cremetuben von vor drei Jahren und Zeug, was ich nicht vertrage. Schon beim Fotografieren dieser Dinge fielen mir andere ein, die in den nächsten Tagen dran glauben würden.

Originalverpackungen von Technikkram. Aufgehoben, falls mit dem Gerät mal was sein sollte. Von Geräten, die zum Teil gar nicht mehr existierten. Und dann die Kaffeetassen, die nie benutzt wurden, weil für Besuch immer das gute Geschirr rausgeholt wird und wir sie sonst nicht brauchen.

Und so ging es jeden Tag weiter: Plastikgeschirr aus Babytagen, Babyspielzeug, Bettwäsche, Kataloge, Technikschrott, Socken, vor Jahren abgelaufene Lebensmittel, Bücher, DVDs, CDs, Papierkram, Dekokram, Bastelkram, Bademäntel, Schuhe und so weiter. Krempel halt.

Aber so leicht wie gedacht, war es dann doch nicht. Nach etwa 10 Tagen schlichen sich ein ums andere Mal die üblichen Gedanken ein. Da zögerte ich bei Büchern, ob ich die wirklich nicht mehr will. Und aus diesen Bechern könne man noch Pflanzgefäße machen und mit jenem Bastelkram lässt sich noch was improvisieren. Und das da kann man bestimmt auch noch gebrauchen.

Ja, nee, ist klar! Kann man vielleicht und könnte man sicher. Aber man tut es ja doch nicht. Also weg damit. Aber wohin eigentlich? Das Spielzeug ging an die Flüchtlingsunterkunft im Nachbarort, Bücher und DVDs werden an diverse Gebrauchtwarenhändler im Internet gehen, die Bettwäsche nach Moldawien. Der Rest ist wirklich Müll und wird entsorgt.

Aber wie lange hält man das durch? Ich habe die Aktion #jedenTag10Dinge genau einen Monat mitgemacht. Vom 13. Januar bis 12. Februar 2016 nahm ich jeden Tag 10 Dinge in die Hand, um sie loszuwerden. Mehr als 300 Dinge sind in den 30 Tagen schon weggekommen. Das klingt viel, macht sich aber nur minimal bemerkbar. Hier und da sind Regale und Schubladen frei geworden. Da geht sicher noch mehr.

Aber fürs Erste reicht mir das nun und ich deklariere es als Frühjahrsputz, den ich im nächsten Jahr wiederholen werde. Was nicht heißt, dass ich übers Jahr nicht weiter ausmisten werde. Die Aktion hat mir gezeigt, dass ich viele Dinge habe, die ich nicht vermissen würde. Ich denke, ich werde nun eher zum Weggeben und Wegwerfen schreiten als zum Aufheben für vielleicht irgendwann.

Das fühlt sich gut an. Wenn ihr es auch mal probieren wollt, klickt euch durch die Galerie. Dort seht ihr, was ich in den 30 Tagen ausgemistet habe.

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